So behandelst Du Rasurbrand richtig – und beugst ihn vor

Als Rasurbrand bezeichnet man Rötungen und Reizungen der Haut, die nach der Rasur entstehen. Oftmals brennen oder jucken diese und nicht selten treten dabei rötliche Rasierpickel auf, die sich über mehrere Tage halten können.

In diesem Artikel erwarten Dich folgende Themen:

Rasurbrand tritt in der Regel dann auf, wenn während des Rasurvorganges die obersten Hautschichten abgetragen werden. So tritt bei den meisten Menschen der sogenannte Rasurbrand nur auf, wenn sie sich Nassrasieren, oder nach der Rasur falsche Pflegeprodukte verwenden. Auch wenn seltener, kann Rasurbrand ebenfalls nach der Trockenrasur auftreten. Die Ursachen für den Rasurband können vielseitig sein, sind in den meisten Fällen aber auf eine unzureichende Rasurtechnik, sowie abgenutzte Klingen zurückzuführen. Die individuelle Empfindlichkeit der Haut, sowie die Verträglichkeit der Pflegeprodukte spielen ebenfalls eine nicht unbedeutende Rolle.

Rasurbrand vermeiden: So bereitest Du die Haut vor

Für eine reibungslose Rasur solltest Du Dir Zeit nehmen. Je weniger Du Deine Haut für die bevorstehende Rasur vorbereitest, desto höher ist das Risiko auf Hautirritationen. Um also einen schmerzhaften und juckenden Ausschlag zu vermeiden, gehe am besten wie folgt vor:

Morgenrasur
Rasiere Dich morgens, statt am späteren Nachmittag. Direkt nach dem Aufstehen ist die Haut weniger empfindlich und elastischer. Am besten rasierst Du Dich auch noch vor dem Frühstück, denn mit der Nahrungszufuhr am Morgen wird der Stoffwechsel durch die Verdauungstätigkeit in Gang gesetzt. Dadurch steigt die Durchblutung der Haut und lässt sie empfindlicher werden. In anderen Worten – das Verletzungsrisiko steigt.

Haut & Haar einweichen
Des Weiteren kann man das Verletzungsrisiko verringern, wenn man die Haut & Haare vor der Rasur einweichen lässt. So kann dies unter der Dusche, oder mit einem feuchtwarmen Handtuch oder Waschlappen geschehen. Die Variante mit dem Handtuch mag zwar erst komisch klingen, doch ist eine altbewährte Methode von Kosmetikerinnen und Barbieren. Das feuchtwarme Handtuch wird für ungefähr zwei Minuten auf die entsprechende Körperstelle gelegt und damit für die Rasur vorbereitet.


Durch das warme Wasser ziehen Haut & Haare Feuchtigkeit, was die Rasur begünstigt. So quillen beispielweise die Härchen auf, was sie weicher werden lässt und sie durch die Klinge leichter abtrennen lässt. Weiter sorgt das warme Wasser dafür, dass sich die Poren der Haut öffnen. Das begünstigt die Elastizität der Haut und lässt die Klinge besser an die einzelnen Härchen kommen.

Pflegemittel

Der Einsatz von Pflegemitteln wie Rasierschaum, Rasiergel, Rasiercreme oder Rasierseife lässt die Klinge während der Rasur leichter an der Haut gleiten und weicht Haut & Haar ein. Optimalerweise lässt man das Pflegemittel zwei bis drei Minuten einweichen, bevor man mit der Rasur beginnt. Bei empfindlicher Haut oder beispielsweise starken Bartwuchs, kann auch über ein Pre Shave Öl, bzw. Rasieröl nachdenken.

Technik

Auch bei der Rasur kommt es zu einem gewissen Maße auf die Technik an. So solltest Du bei Deiner Rasur einen Winkel von ca. 30 Grad einhalten. Dieser Winkel ermöglicht es der Klinge optimal über die Haut zu gleiten und die Härchen abzutrennen. Größere oder niedrigere Winkel können das Verletzungsrisiko erhöhen. Je nach verwendeten Modell hat man keinen Einfluss auf den Winkel. Viele der Rasierhobel, sind beispielsweise durch ihre Bauweise so konstruiert, dass dieser Winkel bei der Rasur automatisch eingehalten wird.


Bei empfindlicher Haut, sollte nicht gegen den Strich rasiert werden. Mit einer scharfen Klinge erreicht man mit Rasuren mit dem Strich ebenfalls sehr glatte Ergebnisse. Weiter ist es hilfreich, die Haut während der Rasur zu straffen und nicht zu viel Druck aufzuwenden. Die Klinge gleitet deutlich besser auf gestraffter Haut. Vergesse zudem nicht bei Deiner Rasur die Klinge regelmäßig unter fließendem Wasser von Rückständen wie abgestorbenen Hautpartikeln, Fetten, Haaren und Pflegemitteln zu befreien.

Peeling
Ebenfalls empfehlen wir hin und wieder ein Peeling vor der Rasur. Dadurch werden abgestorbene Hautschüppchen gelöst, die das Rasurergebnis ansonsten nur verschlechtern würden.

 

Übertreibe es jedoch nicht mit den Peelings. Bei jedem Peeling wird ein Teil der Hornschicht abgetragen, was die natürliche Schutzbarriere der Haut schwächt. Hin und wieder ist dies bedenkenlos möglich. Bei gesunder Haut ist einmal pro Woche möglich, während fettige und unreine Hauttypen auch bis zu zwei mal pro Woche peelen können. Trockene und sensible Hauttypen sollten das Peeling jedoch auf nur einmal im Monat beschränken. Bei Neurodermitis, Narben oder einem Sonnenbrand solltest Du komplett auf Peelings verzichten, um die Haut nicht zusätzlich zu strapazieren. Absprachen mit dem Arzt sind bei Bedenken immer zu empfehlen.

Rasurbrand behandeln: Darauf musst Du achten

Ist es leider schon zu spät den Rasurbrand zu vermeiden, kann man jedoch immer noch die Symtome lindern und den Heilungsprozess beschleunigen. An erster Stelle bedeudet das für Dich, den Bereich dieser Haut nicht weiter zu strapazieren – also vorerst nicht mehr zu rasieren. Gönne deiner Haut etwas Erholung, sodass sie sich regenerieren kann. Folgende Tipps können den Regenerationsvorgang beschleunigen:

Kühle die betroffene Stelle mit einem Eiswürfel oder einem Kühlpad. Durch Kälteeinwirkung, sowie in etwa kaltes Wasser schließen sich die Poren wieder. Anschließend sollte die Haut vorsichtig abgetrocknet werden. Wichtig ist es beim Trocknen jegliche Reibung zu vermeiden. Am besten wäre es hier die betroffene Stelle vorsichtig mit einem Handtuch oder ähnlichen abzutupfen. Abschließend können Salben, wie Aftershave-Balsam aufgetragen werden (wichtig: ohne Alkohol), um die Haut weiter zu beruhigen.

Hast Du gerade keine Salbe zur Hand, ist die altbewährte Methode Honig auf die gereizte Stelle aufzutragen vielleicht etwas für Dich. Die im Honig enthaltenden Polyphenole haben nämlich eine entzündungshemmende Wirkung und beschleunigen somit den Heilungsprozess. Oder vielleicht möchtest Du dir eine Gesichtsmaske zusammenmischen. Dafür brauchst Du etwas Quark, Kamillenöl und ebenfalls etwas Bienennektar. Verrühre alle Zutaten miteinander und schmiere Dir die entsprechende Stelle damit ein. Nach zehn bis 15 Minuten sollte der Juckreiz nachlassen.

Neben Salben und Bienenhonig ist Babypuder ein Geheimtipp. So wird Babypuder auch in Waxing-Studios eingesetzt, denn die darin enthaltenden Zinkoxide haben eine entzündungshemmende Wirkung für die Haut. Babypuder kann also Deinen Rasurbrand schnell lindern und dich vor lästigen Juckreiz und Schmerzen befreien. Achte jedoch beim Kauf von Babypuder darauf, dass kein Talkum enthalten ist – diesem Mineral wird eine krebserregende Wirkung nachgesagt.

Rasurbrand nach der Intimrasur: Was tun?

Gerade der Rasurbrand im Intimbereich kann sehr unangenehm und schmerzhaft sein. Umso schlimmer, wenn Unterwäsche und Kleidungsstücke ständig in Reibung mit der betroffenen Stelle kommen. Genrell gilt es für die Pflege des Intimbereichs, keine Pflegeprodukte zu verwenden, in denen Seife, Duftstoffe, Farbstoffe oder Alkohol enthalten ist. Gerade Frauen müssen hierauf mehr achten, als Männer. Im besten Fall ist das Pflegemittel auch pH-neutral.

Hausmittel wie Honig und Quark sollten für den Intimbereich nicht verwendet werden, stattdessen kannst Du auf Kamille und Aloe vera zurückgreifen: Beide Komponenten wirken beruhigend und entzündungshemmend. Hinzu kommt, dass diese durch ihren natürlichen Schutzfilm die Reibung zu einem bestimmten Grad vermeiden. Um weitere Reibung zu vermeiden, ist es ratsam auf luftige Kleidung zurückzugreifen und auf Anliegende zu verzichten. Für Damen empfiehlt sich hier beispielsweise Unterwäsche auf Baumwolle.

Eingewachsene Haare nach der Intimrasur: Was tun?

Eingewachsene Haare können jucken, schmerzhaft sein, Rötungen und Schwellungen verursachen. Nach der Rasur kann sich ein abgeschnittenes Härchen wieder unter der Haut zurückziehen, sich einrollen und unter der Hautoberfläche weiterwachsen. Dieses eingewachsene Härchen kann kleine, hautfarbene oder rote, pickelartige Unebenheiten auf der Haut bilden. Es kann zu Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und zu schließlich zu Schmerzen kommen. Ebenfalls können diese kleinen pickelartigen Unebenheiten eitern.

Eingewachsene Haare treten nicht nur im Intimbereich auf, sondern können überall da auftreten wo man sich rasiert. Dichte und lockige Haare tendieren eher zu dieser Unannehmlichkeit. In den meisten Fällen verschwinden eingewachsene Haare von alleine. Um den Heilungsprozess der Haut zu fördern, sollte man hier vermeiden den betroffenen Bereich weiter zu reizen (anpassen, reiben, rasieren etc.).

Löst sich das Problem nicht von selbst, oder Du möchtest unbedingt von Hand nachhelfen ist die Pinzette eine Möglichkeit. Doch ganz wichtig – vorher die Pinzette desinfizieren. Ist es möglich mit der Pinzette eines dieser Härchen zu fassen zu bekommen, kannst Du versuchen dieses behutsam zu entfernen. Ist die Pinzette keine Option, kannst du es mit einer entzündungshemmenden Salbe versuchen.

Löst sich das Problem nicht von selbst, oder Du möchtest unbedingt von Hand nachhelfen ist die Pinzette eine Möglichkeit. Doch ganz wichtig – vorher die Pinzette desinfizieren. Ist es möglich mit der Pinzette eines dieser Härchen zu fassen zu bekommen, kannst Du versuchen dieses behutsam zu entfernen. Ist die Pinzette keine Option, kannst du es mit einer entzündungshemmenden Salbe versuchen.

Fazit

Rasurbrand mag vielleicht nicht zu einhundert Prozent vermeidbar sein, aber zu den alltäglichen Rasurbeschwerden muss er bestimmt auch nicht gehören. Mit den von uns genannten Tipps, bist Du bestens für Deine nächste bevorstehende Rasur vorbereitet und schaffst es hoffentlich einen Rasurbrand zu verhindern.

Sollten die Tipps & Tricks Dir nicht weitergeholfen haben, solltest Du evtl. über das Wechseln von Pflegemitteln nachdenken. Treten diese Probleme vermehrt bei Nassrasuren auf, versuche Dich vielleicht an der Trockenrasur. Nicht zu vergessen, dass Dein Körper je nach Methode und Mittel auch eine gewisse Eingewöhnungszeit braucht.

Im Zweifelsfall legen wir Dir ans Herz einen Hautarzt zu konsultieren. Nicht jeder Hauttyp ist derselbe und so gibt es durchaus von Person zu Person individuelle Unterschiede.

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