Bart wachsen lassen: Die ersten Wochen planen

Dunkelblauer Barttrimmer mit Kammaufsatz, ein weißer grober Bartkamm und ein Fläschchen Bartöl auf einem hellen Waschtisch.

Wie lange ein Vollbart braucht, was du in den ersten Wochen trimmst und was nicht, wie du mit Lücken und Juckreiz umgehst und wann der erste richtige Trimm ansteht.

Plan für einen Vollbart rund zwei Monate ein. In den ersten Wochen lässt du die Fläche wachsen und kürzt nur Haare, die deutlich außerhalb der späteren Bartform stehen. Lücken und ungleich lange Stellen sind in dieser Phase normal und gleichen sich oft noch aus. Der erste richtige Trimm, bei dem du Länge und Konturen festlegst, kommt nach einigen Wochen.

Pflege die Haut unter dem Bart schon in der Stoppelphase täglich. Milde Reinigung und Feuchtigkeitspflege gehören vom ersten Tag an dazu.

Wie lange es dauert

Haare wachsen laut Philips im Durchschnitt etwa einen Zentimeter pro Monat. Von einem Vollbart kann man nach dieser Rechnung nach ungefähr zwei Monaten sprechen. Für einen langen Vollbart nennt der Hersteller vier bis sechs Monate. Das sind Durchschnittswerte; dein Bart kann schneller oder langsamer sein.

Rechne vor allem beim ersten Versuch mit Unregelmäßigkeiten. Philips schreibt in seinen Tipps zum ersten Bartwuchs, dass der erste Bartwuchs oft unregelmäßig ist und Lücken mehr Zeit brauchen können.

Die ersten Wochen: wachsen lassen

Leg den Rasierer für die Bartfläche weg. Philips rät, den Bart zunächst ungestört wachsen zu lassen. Ausnahmen sind einzelne wilde Haare, die außerhalb der gewünschten Form wachsen, etwa weit oben auf den Wangen. Die kannst du kürzen, ohne die spätere Kontur festzulegen.

Lass die Halslinie und die Wangenlinie in den ersten Wochen eher großzügig stehen. Eine zu hoch gesetzte Kante wächst nur langsam nach. Wie du die Linien später setzt, beschreibt Bartkonturen trimmen.

Juckreiz und eingewachsene Haare in der Stoppelphase

Die American Academy of Dermatology (AAD) beschreibt für die Stoppelphase eine einfache Routine. Wasch Gesicht und Bart täglich mit einem milden Reiniger statt mit Seife. Trag danach eine Feuchtigkeitscreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder höher auf. Laut AAD fühlen sich gut versorgte Haut und Haare weicher an und jucken weniger.

Bekommst du eingewachsene Haare, empfiehlt die AAD ein- bis zweimal pro Woche ein mildes Peeling mit anschließender Feuchtigkeitspflege. Auch eine Dermatologin der Cleveland Clinic nennt eingewachsene Haare als typisches Problem des wachsenden Barts. Sie rät, den Bart in dieser Zeit möglichst nicht anzufassen, weil du damit Bakterien verbreiten kannst.

Eingewachsene Haare zeigen sich laut NHS als erhabene, juckende Knötchen, manchmal mit sichtbarem Haar unter der Haut. Ist die Stelle sehr schmerzhaft, heiß oder geschwollen, oder treten Fieber, Schüttelfrost oder starkes Krankheitsgefühl auf, rät der NHS zum Arztbesuch. Mehr zum Lösen und Vorbeugen steht in Eingewachsenes Haar erkennen und behandeln, zu entzündeten Haarbälgen in Haarbalgentzündung nach der Rasur.

Lücken realistisch einordnen

Ungleichmäßige Stellen füllen sich laut Philips oft nach ein paar Wochen von selbst. Bleiben Lücken, liegt das laut der Cleveland Clinic wahrscheinlich an den Genen; auch einige Erkrankungen können eine Rolle spielen.

Für die Lücken, die bleiben, rät die AAD: Lass den Bart wachsen und überdecke dünne Stellen mit längeren Haaren aus der Umgebung. Außerdem rät sie zu einem Stil, bei dem du dauerhaft dünne Stellen kurz trimmen oder ganz weglassen kannst. Bleiben etwa die Wangen dünn, passt ein Bart, der sich auf Kinn und Mund konzentriert. Welche Formen dafür in Frage kommen, zeigt Bartstile im Überblick.

Der erste richtige Trimm

Nach ein paar Wochen ist dein Bart laut Philips bereit für die erste richtige Vollbartpflege. Kämm ihn vorher durch und arbeite dich mit dem Barttrimmer von einer langen Einstellung nach unten; wie das ohne Fehlschnitt gelingt, erklärt Schnittlängen beim Barttrimmer richtig auswählen. Soll der Bart später 20 mm oder länger werden, hilft Barttrimmer für längere Bärte bei der Geräteauswahl.

Für die Halslinie beschreibt Philips eine U-Form, die am Adamsapfel beginnt und bis zur Kieferlinie führt. Die Wangenlinie richtet sich in erster Linie nach deinem natürlichen Bartwuchs. Danach hältst du den Rhythmus: Einen kurzen, sorgfältig geformten Bart trimmst du laut Philips alle paar Tage, einen längeren eher ein- bis zweimal pro Woche.

Ab jetzt gehören Waschen und Pflege zur Routine. Womit du den Bart reinigst, steht in Bart waschen, welches Pflegeprodukt zu welcher Länge passt, in Bartöl, Bartbalsam oder Bartwachs. Halte auch das Werkzeug sauber: Die Dermatologin der Cleveland Clinic rät, Trimmer und Rasierer mindestens alle fünf bis sieben Tage zu reinigen; wie das geht, beschreibt Barttrimmer reinigen.

Häufige Fragen

Brauche ich in der Stoppelphase schon Bartöl?

Nicht zwingend. Die AAD nennt für die Stoppelphase eine Feuchtigkeitscreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder höher. Bartöl, Bart-Conditioner oder eine milde Feuchtigkeitspflege empfiehlt sie erst, wenn der Bart herausgewachsen ist.

Wann gebe ich auf, wenn es nicht gefällt?

Gib dem Bart mindestens die ersten vier bis acht Wochen, bevor du urteilst, weil sich Lücken laut Philips oft erst nach einigen Wochen schließen. Gefällt dir das Ergebnis danach nicht, kannst du kürzer trimmen, einen anderen Stil wählen oder den Bart abnehmen. Wie das ohne gereizte Haut gelingt, beschreibt Vollbart abrasieren.

Quellen

  1. So lässt du dir einen Vollbart wachsen – Philips
  2. Tipps für den ersten Bartwuchs – Philips
  3. A dermatologist's top tips for a healthy beard – American Academy of Dermatology
  4. DIY treatment for 5 common beard problems – American Academy of Dermatology
  5. Beard Care Tips for 'No Shave November' – Cleveland Clinic
  6. Ingrown hairs – NHS