Eine Glatze aus längerem Haar rasierst du in zwei Schritten. Erst kürzt du alle Haare mit einem Haarschneider auf Stoppellänge, dann rasierst du mit Klinge oder Kopfrasierer glatt. Sind die Stoppeln von der letzten Rasur noch kurz, rasierst du direkt. Reicht dir ein kurzer Schatten statt glatter Haut, bist du schon nach dem Kürzen fertig.
Welches Werkzeug für den zweiten Schritt passt, hängt davon ab, wie oft du nachrasieren willst und was deine Haut verträgt. Ein Kopfrasierer ist dafür gebaut, eine bestehende Glatze zu erhalten. Die Klinge braucht dagegen kein eigenes Gerät, wenn du dich ohnehin nass rasierst.
Welches Werkzeug zu welchem Ergebnis passt
| Werkzeug | Ergebnis | Passt, wenn |
|---|---|---|
| Haarschneider ohne Aufsatz | sehr kurze Stoppeln | dir ein Schatten reicht; als erster Schritt bei längerem Haar |
| Kopfrasierer | glatt | du eine Glatze alle ein bis drei Tage nachrasierst |
| Systemrasierer | glatt | du die Nassrasur vom Gesicht kennst |
| Rasierhobel | glatt | du mit dem Hobel schon sicher rasierst |
Ein Haarschneider ohne Kammaufsatz schneidet nicht glatt, sondern sehr kurz. Beim Philips Hairclipper HC5630 ergibt das laut Hersteller einen Schnitt von 0,5 mm; andere Modelle haben eigene Werte. Wie sich Haarschneider und Bartschneider unterscheiden, erklärt Bartschneider oder Haarschneidemaschine.
Ein Kopfrasierer ist ein Elektrorasierer für die Kopfhaut; beim RX5 von Remington folgen mehrere bewegliche Scherköpfe der Kopfform. Remington beschreibt den RX5 als Rasierer, der eine rasierte Glatze erhält, täglich oder alle zwei bis drei Tage.
Haare, die länger als 2,0 mm sind, also etwa vier Tage Wuchs, rasierst du damit laut Anleitung nicht ab. Die kürzt du vorher mit dem Haarschneider. Wie Folien- und Rotationsköpfe grundsätzlich arbeiten, steht in Folie oder Rotation.
Mit der Klinge rasierst du den Kopf nass, wie du es vom Gesicht kennst. Bei empfindlicher Haut wählen viele die Nassrasur, schreibt Philips in seinem Ratgeber zur ersten Glatze; trocken geht es dagegen oft schneller. Nimmst du einen Rasierhobel, findest du Winkel, Druck und Zugführung in Mit dem Rasierhobel rasieren.
Vorbereitung: erst kürzen, dann einweichen
Der Dermatologe Mathew Avram vom Massachusetts General Hospital empfiehlt bei Harvard Health, die Haare zuerst mit dem Haarschneider auf Stufe null in Wuchsrichtung zu kürzen. Geh dabei mehrmals über den Kopf, damit keine Stelle stehen bleibt. Philips nennt den Grund: Auf einheitlich kurzen Haaren siehst du besser, wo du rasierst, und lange Haare blockieren die Klinge nicht.
Für die Nassrasur rät Philips danach zu einer warmen Dusche und einer Kopfwäsche mit Shampoo, damit Fett und Stylingreste verschwinden. Die US-Dermatologengesellschaft AAD empfiehlt allgemein, Haut und Haare vor der Klinge nass zu machen und Rasiercreme oder -gel aufzutragen. Bei trockener oder empfindlicher Haut nimmst du laut AAD ein Produkt für empfindliche Haut.
Einen Kopfrasierer wie den RX5 kannst du laut Remington trocken oder mit Gel unter der Dusche benutzen. Prüf ihn vor jeder Benutzung auf Schäden; ein beschädigtes Gerät benutzt du laut Anleitung nicht.
Der Ablauf Zone für Zone
Avram beschreibt eine feste Reihenfolge: hinten anfangen, dann die Seiten, danach der Oberkopf und zuletzt die Stirnpartie.
- Rasier mit dem Strich, also in Wuchsrichtung. Warum der Strich die schonendere Richtung ist, erklärt Gegen den Strich rasieren.
- Führ die Klinge in langsamen, kontrollierten Zügen ohne viel Druck und spül sie häufig ab, wie Philips es beschreibt.
- An den Ohren und im Nacken ziehst du die Haut mit der freien Hand straff. Bekommst du oft Rasurbrand, Rasierpickel oder eingewachsene Haare, rät die AAD dagegen, die Haut beim Rasieren nicht straff zu ziehen.
- Gegen den Strich gehst du laut Avram nur an hartnäckigen Stellen und so wenig wie möglich, um die Haut nicht zu reizen.
Mit dem Kopfrasierer drückst du nicht fest. Laut Remington rasiert starker Druck nicht gründlicher, kann aber die Haut stärker reizen. Du führst das Gerät langsam über den Kopf, in geraden oder kreisenden Bewegungen, je nachdem, was bei deinen Haaren besser schneidet.
Den Hinterkopf ertasten
Den Hinterkopf rasierst du weitgehend nach Gefühl. Philips rät, sich hinter den Ohren und im Nacken Zeit zu lassen und danach mit der Hand nach übersehenen Stellen zu tasten. Remington empfiehlt zusätzlich einen Handspiegel, um das Ergebnis am Hinterkopf zu kontrollieren. Wo du beim Tasten noch Stoppeln spürst, setzt du mit kurzen Zügen nach.
Wie oft du nachrasierst
Ist der Kopf einmal glatt, geht das tägliche Nachrasieren laut Avram schnell; alternativ rasierst du alle zwei bis drei Tage. Philips beschreibt dieselbe Spanne: Viele rasieren alle ein bis drei Tage, andere nur ein- bis zweimal pro Woche und nehmen leichte Stoppeln in Kauf. Wartest du länger, kürzt du vor dem Kopfrasierer wieder mit dem Haarschneider.
Nach der Rasur: abspülen, pflegen, Sonne
Spül den Kopf mit kaltem Wasser ab und trag einen alkoholfreien Balsam oder eine Creme auf, so empfiehlt es Avram. Den Kopfrasierer reinigst du laut Remington nach jeder Benutzung, ausgeschaltet und vom Ladeadapter getrennt. Nach Gel ist das besonders wichtig, weil es sonst eintrocknet und die Schneiden verstopft.
Ohne Haare fehlt der Schutz vor der Sonne. Harvard Health empfiehlt täglich Sonnenschutz mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 auf Kopf, Nacken und Ohren, draußen alle zwei Stunden erneut aufgetragen. Trag möglichst zusätzlich einen Hut mit breiter Krempe.




